Sandor Nemeth: Brief an die christlichen Leiter

 

Sandor Nemeth, der Seniorpastor der Hit Gemeinde Ungarn, Chefredakteur derWochenzeitung „Hetek“ hat in seinem Brief an die Leiter der weltweitenevangelikal-charismatischen Bewegung über die letzten, auch Ungarnbetreffenden Entscheidungen der Europäischen Union Bescheid gegeben. Der Brief ist in „Hetek“ Nr. 38, 22. Jg. 21.09.2018 erschienen.

 

Das ist noch nicht das Tier, aber es könnte es noch werden

Sandor Nemeth über die Beziehung zwischen der Europäischen Union und Ungarn

Lieber Freund,

Ich möchte dich über die neuesten Ereignisse in der Europäischen Union informieren, die auch aus dem Blickwinkel der biblischen Prophetien beachtenswert sind; sie werden in den kommenden Jahren nicht nur die Zukunft der europäischen Nationen bestimmen, sondern auch in der geopolitischen Lage der Welt eine wesentliche Veränderung bringen.

 

Die Ursachen der Krise der Union

Im Mai 2019 finden die Wahlen zum Europäischen Parlament statt. Die Kampagne hat gerade begonnen. In den vergangenen Tagen konnte man von den Hauptakteuren solche Äußerungen hören, welche die Aktion spätestens bis Mai thematisch bestimmen werden, aber man kann bereits jetzt wahrnehmen, dass der Kampf unter den Vertretern des Globalismus und den Souveränen nicht zu Ende geht. Die Entwicklung der Zukunft wird davon bestimmt, wie sich die Kraftverhältnisse zwischen den gegenüberstehenden Mächten nach der Wahl im Mai entfalten werden. Zur Zeit befindet sich die Union in einer Krise. Unter den vielen Ursachen hat vor allem der verfehlte Umgang mit den massenhaften und illegalen Migrationen zur Polarität unter den Mitgliedstaaten
Die Union ist in ihrer jetzigen Form funktionsuntüchtig. Die europäische Elite fürchtet einetotale Abspaltung von den Vereinigten Staaten, von China, sogar von Russland, aber auch, dass sie in der Gestaltung der Weltpolitik eine marginale Rolle spielen wird. Die zahlreichen negativen Folgen davon würden in der Lebensqualität der Bürger der Mitgliedstaaten einen Verfall verursachen. Diese Angst ist besonders zu spüren im Kreis der Machtelite in Deutschland und Frankreich. Die gegenwärtige Europäische Union ist noch kein Reich. Die, in christlichen Kreisen verbreiteten Qualifikationen, welche das jetzige Europa mit dem Tier aus dem Buch der Offenbarung Kapitel 13 identifizieren, halte ich für einen Irrtum. Zweifelsohne könnte es ein solches werden, bzw. kann es die Fundamente dessen bereits in der nahen Zukunft niederlegen. Deshalb ist aus dem Blickwinkel der Bibel der Anfang der Kampagne der europäischen Parlamentswahlen besonders spannend geworden. Meiner Ansicht nach werden die kommenden Monate den wahren Einsatz der Wahl noch eindeutiger machen.

 

Die Großmächte und die Nationen

In den vergangenen Jahren wurden von den Politikern über das Europa der Zukunft mehrere Meinungen geäußert, sowohl rechts als links. Von diesen Ansichten sind besonders jene populär, welche sich in einer noch intensiveren Integration eine Heilung der Probleme vorstellen; sie sind die Globalisten. Sie würden die Systeme der Mitgliedstaaten unifizieren, ihre führenden und regierenden Gewalten in einen Status über die Nationen heben, und die Mitgliedstaaten dieser zentralisierten Macht unterordnen. So blieben nur die Befugnisse mit geringerer Bedeutung in der Kompetenz der nationalen Staaten. Dieses Konzept wird vor allem von den Franzosen und Deutschen vertreten, weil diese Struktur den Interessen der starken und großen europäischen Länderdienten, ihnen eine Beteiligung an der Macht über der Welt sicherten, welche sie im Laufe der Geschichte mehrere Male anschaffen wollten, vor allem durch militärische Gewalt. Jetzt sehen sie die Möglichkeit, die uralten Wünsche mittels friedlichen Lösungen, durch Abkommen auf verschiedenen Ebenen, Bündnisse und Absprachen zu realisieren.Die europäischen, besonders die osteuropäischen Mitgliedstaaten wollen jedoch keine noch intensivere Integration, sie betonen eher die Bewahrung ihrer nationalen Identität, die sie sich im Rahmen einer engen und partnerschaftlichen Kooperation mit den westlichen Ländern vorstellen; diese Länder beharren auf ihren christlichen Traditionen, deshalb stehen sie der kulturellen Revolution des Ultraliberalismus gegenüber. Diese Minderheitsgruppe möchte auch in der Zukunft in einem Europa der Nationen, Nationalstaaten leben, ohne die Hoheitsgewalt eines Reiches.
Was die zwei verschiedenen Zukunftsbilder anbelangt, haben die europäischen Macht- und politischen Kräfte diese Woche im Europäischen Parlament bei der Abstimmung des sog. Sargentini Berichts eine eindeutige Farbe dadurch bekannt, dass sie Ungarn mit der Verletzung der europäischen demokratischen Grundwerte anklagen. Dieser Bericht zählt jene Bereiche auf, wo sichlaut dem Verfasser des Dokuments die Regierung Orban jenen europäischen demokratischen Normen widersetzt, auf dessen Fundamenten die Union entstanden ist und besteht; der Verfasser empfiehlt sogar, dass, wegen der antidemokratischen Machtausübung der Regierung Orban, die Europäische Kommission gegen unser Land den sog. Artikel 7 anwenden sollte; was in den Machtinstitutionen der EU die Entziehung bestimmter Befugnisse und ihre Beschränkung bedeutete, und später das Streichen wesentlicher Beiträge für Ungarn mit sich brächte. Der Bericht lässt außer Acht, dass Ungarn genauso wie die anderen osteuropäischen Länder noch eine postkommunistische Gesellschaft ist, obwohl gerade die rechtsgerichteten Parteien, unter ihnen die Regierung Orban (Fidesz) das abzuschütteln, besonders bemüht waren. Das ist bis jetzt keinem osteuropäischen Land vollkommen gelungen, und gegen allen Ostblockstaaten könnte man eigentlich ein Defizit an Demokratie nachweisen. Meiner Meinung nach ist das aber auch für die westlichen Staaten charakteristisch. Obwohl sie überwiegend mit der Hilfe der Vereinigten Staaten bereits nach dem 2. Weltkrieg in ihren Systemen mit dem Abbau der Diktatur und Aufbau der Demokratie beginnen konnten. Eines von den größten Hindernissen, welche beseitigt werden müssen, um die Strukturen derpostkommunistischen Gesellschaft verlassen zu können, ist meines Erachtens nach die Tatsache, dass die westliche politische Elite nach dem Sturz des Kommunismus gemäß sowjetischem Muster mit den Reformkommunisten in Verbindung getreten ist, und so im Laufe der Privatisierung in den jeweiligen Staaten dominante wirtschaftliche und finanzielle Rollen bekommen, bzw. für ihre Produkte den osteuropäischen Markt erwerben konnte. Der eindeutige Gewinner dieser Etappe ist Deutschland geworden. Praktisch liegt seit mehreren Jahren ganz Europa als Markt vor den Füßen der Deutschen. Das Ergebnis der Abstimmung nach dem Sargentini Bericht beweist auch, dass die deutschen Rechte weiterhin die osteuropäischen linksliberalen Kreise zu ihnen näher stehend betrachten als die nationalen Rechten mit christlicher Färbung.

Die Resonanz der Diktaturen

Ich muss in einigen Sätzen auch den Inhalt des Berichts anschneiden. Es sind im Bericht etliche Lügen bzw. solche Informationen vorhanden, welche vom Verfasser benützt wurden, um über die ungarische Realität ein falsches und verzerrtes Bild zu machen. Der Bericht ist in meinen Augen ein Gemisch von Lügen und Realität, seine Spiritualität und sein Ziel sind für mich gleicherweise unannehmbar. Ich habe vierzig Jahre in einer Diktatur gelebt, ich habe einen ziemlich tiefen Einblick in die Methoden der Lügner-Propagandisten bekommen, ich auch wurde persönlich nicht nur einmal der Zielpunkt von solchen Angriffen. Die Union konnte in dieser Hinsicht das Niveau der verstorbenen bolschewistischen Rhetorik noch nicht übertreffen, und obwohl Frau Judith Sargentini sichtbar zu ihrem Niveau sich anzuschließen versucht , sie muss noch viel lernen, was die Wissenschaft der Irreführung, Wahrheitsfälschung und Charaktermord anbelangt. Ich möchte jetzt die Widersprüche im Bericht nicht ausführlich behandeln, ich möchte hier nur veranschaulichen, was für Probleme ich damit habe. Zum Beispiel die Frage der Unabhängigkeit der Gerichte ist in meinem Land deshalb problematisch (auch aus persönlichen Erfahrungen bin ich der Meinung), weil neben den ausgezeichneten und gut gebildeten Richtern auch solche im Amt sitzen, die, wegen ihrer Relation zu dem Geheimdienst des alten Regimes, in ihren Urteilen befangen sind. Was den sauberen Ablauf der Wahlen, bzw. die Objektivität des Wahlsystems anbelangt, haben die Politiker der Opposition und die Linksliberalen erst dann Probleme bekommen, nachdem gegen Mitternacht am Tag der Parlamentswahlen bekannt gewordenist, dass nicht sie, sondern der Fidesz die Zweidrittelmehrheit im Parlament erworben hatte. Das Quietschen der Liberalen gegen das Hochschulwesen war nur dann laut geworden, nachdem die Regierung die unrechtmäßigen Privilegien der Soros-Universität unter die Lupe genommen hatte. Das Gemüt der linksliberalen Kreise wurde weiter aufgeregt, weil die Regierung an einer namhaftenUniversität einen Gender-Lehrstuhl zu betreiben verhindert hatte. Der Eingriff der Regierung wurdevon der Mehrheit der ungarischen Gesellschaft unterstützt, die überwiegende Zahl der ungarischen Steuerzahler möchte die Ausbildung von Aktivisten, die die sexuelle Abweichung propagieren, nicht finanzieren.

 

 

Antizionisten sprechen über Rassismus

Der Sargentini Bericht verurteilt die ungarische Regierung auch im Bezug auf die allgemeinen Menschenrechte. Auf diesem Gebiet ist die Kritik teilweise berechtigt, aber die diesbezüglichen Regierungsmaßnahmen kann jeder auf Grund seiner Weltanschauung für gut oder schlecht beurteilen. Als Christ halte ich für Richtig, dass seit der Regierung Orban im ungarischen Grundrecht die Definition der traditionellen Ehe niedergeschrieben steht, und obwohl die Macht für alle Bürger die Wahl der freien Lebensführung garantiert, lehnt sie bis dato die ultraliberale Auffassung der homosexuellen Rechte ab. Sie unterstützt die traditionellen Familien und die verschiedenen Formen der homosexuellen Ehen hat sie bisher nicht genehmigt. Seit der Regierung Orban gibt es keine staatlich unterstützte homosexuelle und Genderpropaganda in den öffentlichen Medien und in den Bildungseinrichtungen, aber die Regierung hat in den kulturellen Institutionen die Vorträge und Standpunkte dieser Art toleriert. Ich habe keine Kenntnis davon, dass die Macht jemanden wegen seiner homosexuellen Lebensführung verfolgt hätte. Die christlichen Kirchen dürfen auf Grund der Gesetze Gottes und den Evangelien die Offenbarung und Bekehrung frei verkünden. Sie dürfen auch von den Taten und einer Lebensführung sprechen, welche dem Wort Gottes nach als sündhaft und böse gelten. Die Regierung ist weiters gegen die illegale Migration und entscheidet aufgrund der gültigen Rechtsvorschritten, wer ins Land kommen darf. Auch in unserer Kirche sind solche Personen, die die ungarische Staatsbürgerschaft in der nahen Vergangenheit erhalten haben. Meiner Meinung nach gibt es in Ungarn keinen größeren Fremdenhass, Rassismus, oder Antisemitismus als in den westlichen Ländern; der Antisemitismus ist bei uns sogar gesunken, in den westlichen Ländern nimmt er aber zu. Das Zentrum des Antizionismus befindet sich nicht in Budapest sondern in Brüssel. Judith Sargentini ist als Mitglied einer grünen holländischen Partei eine militante Antizionistin, sie ist also eine lautstarke Vertreterin des modernen Antisemitismus, die Israel für einen Apartheid Staat bezeichnet und selbstverständlich ist sie auch eine Wortführerin der homosexuellen Rechte. Die oben genannte Dame hat ihren Bericht so zusammengestellt, dass sie ausschließlich mit linksliberalen Reportern, mit den Aktivisten der Organisationen von György Soros und mit den Vertretern der homosexuellen und lesbischen Organisationen konsultiert hatte, ohne neugierig zu sein auf den Standpunkt der ungarischen Regierung, rechtsgerichteten Intellektuellen, Vertretern der Kirche und der Öffentlichkeit. Über die Lage der ungarischen Kirchen und der Religionsfreiheit hat sie die Meinung in ihrem Bericht von einem solchen Priester geholt, der selbst eine Gemeinde von cca. zweihundert Mitgliedern hat und in engem Bündnis mit den linksliberalen politischen Kräften steht, regelmäßig an ihren Veranstaltungen auftretend. Sein Konflikt mit der Regierung ist besonders, ohne die Situation der ungarischen Kirchen sachlich wiedergeben zu können. Ich kenne in etwa die rechtliche Lage in Bezug auf die europäische Religionsfreiheit und der Religionsgemeinschaften, und ich kann nur sagen, dass die diesbezüglichen ungarischen Gesetze, einigen gerechten Mängeln und Einwänden zum Trotz auch in europäischer Verbindung die liberalsten Gesetze sind . Das Problem der Unabhängigkeit der Medien ist auch ein europäisches Problem, in Bezug auf die ungarische Lage sind solche Beurteilungen zu hören, welche über allen europäischen Ländern zu sagen möglich seien. Es gibt beträchtliche Unterschiede unter den Ländern nur was die Einzelheiten und die Methoden anbelangt. Das bedeutet nicht, dass die Lage der ungarischen Medien nicht eine gültige Beurteilung ertragen könnte; wegen der spürbaren Heuchelei und Befangenheit bekommt man aber eine
Abneigung gegen den Bericht. Die Lage der ungarischen Medien ist nicht schlechter geworden, als sie es war in der Zeit der vorherigen Regierungen, aber eine Veränderung ist tatsächlich geschehen, weil so lange die linksgerichtete Regierungen an der Macht waren, haben auch die linksgerichteten Medien den Markt beherrscht. Jetzt will die Regierung Orban die Medien seinen Interessen entsprechend mit tadelnswerten Methoden umgestalten. Man kann trotzdem nicht behaupten, auch wenn ein Aufprall der Interessen vorhanden ist, dass Orban die Pressefreiheit aufgelöst, oder die Medien allgemein zerstört hätte. Einiger besorgniserregender Vorkommnisse zum Trotz gibt es in unserem Land unabhängige Medien, selbstverständlich wäre wünschenswert, das sie größer und stärker wären. Jene, die mit den linksliberalen Parteien und den Organisationen von György Soros verbunden sind, agieren genau soparteiisch und ausgrenzend wie die Medien der Regierung. Die Rhetorik der Antikorruption wird auch im Bericht enthalten, und obwohl die Korruption auch in unserem Land vorhanden ist, geht es in den Debatten des ungarischen öffentlichen Lebens darum, ob die Korruption auf der Ebene des Systems oder nur als eine Begleiterscheinung von ihm zu betrachten sei. Ich habe diesbezüglich auch meine subjektiven Eindrücke, aber ich will mich nicht in irgendwelche Vermutungen einlassen, weil auch von der Union die Korruption nicht weit steht, und die diesbezüglichen Zusammenhänge, wie die Entscheidungsträger der Union und der Mitgliedsländer den Missbrauch untereinander mal zurückhalten, mal motivieren, ist für einen Laien schwer zu erfassen. Es ist vor der Stimmabgabe nach dem Sargentini Bericht im Europäischen Parlament zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und denjenigen, die den Bericht unterbreiteten, bzw. ihn unterstützten, ein heftiges Wortgefecht entstanden. Dieses fast zwei Stunden an dauerndes Wortgefecht habe ich auch mitverfolgt, und so sind auch mir viele Sachen klar geworden, was die europäischen Großmächte, Deutschland und Frankreich in Europa zustande bringen wollen. Ich habe bereits eine Vermutung und auch den Verdacht gehabt, was die tatsächliche Absicht dieser Großmächte sein kann, aber es entsteht eine ganz neue Situation, wenn ihre legitimen Vertreter darüber ehrlich, offen und eindeutig sprechen. In den vergangenen Jahren ist der Widerstand gegen die Globalisierung und Migration auch in den europäischen Ländern gewachsen. Dadurch hat die Popularität der politischen Parteien und Bewegungen, den Befürwortern der nationalen Staaten, einen starken Zuwachs erlebt. Viktor Orbán ist auf unserem Kontinent der Führer des Widerstands gegen das globalisierende Brüssel geworden. Seine Partei hatbei der Parlamentswahl im Frühling dieses Jahres wieder den zweidrittel Mehrheit erworben. Das war für die Gegner der Globalisierung eine gute Nachricht, nicht jedoch für Merkel, Macron und ihren Anhängern, sowie den linksliberalen Kräften. In den vergangenen Monaten haben die westlichen Medien ihre Angriffe gegen den ungarischen Ministerpräsidenten gesteigert.

 

Das Programm des souveränen Europa

Anfang September hat ein neues Kapitel des offenen Zusammenpralls begonnen. Mehrere westlichePolitiker, wie z.B. der deutsche Außenminister Heiko Maas, sowie Merkel, Juncker und Macron haben einstimmig deklariert, dass sie ein souveränes Europa wünschen, d.h. eine Union auf Grund der Föderation, einen Superstaat, den sie sich so vorstellen, dass die Mitgliedstaaten bestimmte Gebiete ihrer Selbständigkeit, wie z. B. die auswärtigen Angelegenheiten, Heerwesen, Grenzschutz,wirtschaftliche und finanzielle Selbständigkeit, also ihre Souveränität auf das Niveau der europäischen Gemeinschaft heben. Frau Merkel hat im deutschen Parlament darüber gesprochen, dass man den Schutz der äußeren Grenzen aus der Hand der Mitgliedstaaten in die Hand der europäischen Streitmächte legen muss. Der südliche Grenze unseres Landes ist nicht nur Staats- sondern auch EU-Grenze. So käme der Schutz des Landes aus der Hand der demokratisch gewählten Regierung hinaus. Merkel möchte die massenhafte legale Migration nach Europa so sichern, dass auch beim Heranlassen und bei der Verteilung der Migranten die europäische zentrale Macht die Entscheidung träfe, so käme die Einwanderungspolitik unter die deutsche Dominanz. Praktisch brächte diese Entscheidung unser Land unter eine militärische Besatzung und in einen kolonialen Status, weil wenn die Ein- und Ausreise in das Land von einer internationalen Grenzschutz kontrolliert wäre, bedeutete das den Wegfall der ungarischen Staatsgrenzen und die Aufstellung der Reichsgrenzen. Im Übrigen lief die Grenze des römischen Imperiums lange Zeit gerade an diesem Gebiet entlang der Donau. Diese deutschen Manifestationen zeigen auch, das Merkel und ihre Anhänger das Konzept des Deutschen Reiches des Kaisers Wilhelm und Hitler nicht aufgegeben haben, nur die Methodik, die Ideologie und die Taktik, die Mittel orientieren sich an die Anforderungen der Zeit, aber den Willen, die Macht über Europa zu haben und es zu beherrschen, die deutsche Elite unverändert bewahrt hat.Die osteuropäischen Länder haben bisher in dem Irrglauben gelebt, das die jetzige Union einfreies Konsortium von Nationen gleichen Ranges mit gemeinsamen Interessen sei. Die Enttäuschung an den westlichen Ländern hat 2015 begonnen, als die Migranten in Massen nach Europa eingedrungen sind. Statt der chaotischen Zustände in Ordnung zu bringen und die einheimische Mehrheit zu beschützen, haben Merkel und ihre Partner durch Worte und Maßnahmendie mehrheitlich muslimischen Migranten auch illegal nach Europa zu kommen unterstützt. Gegen Ungarn hat von dieser Zeit her eine weltumfassende herabwürdigende Kampagne begonnen, weil seine Regierung aufgrund der damals geltenden europäischen und ungarischen Gesetze die illegale Migration erst begrenzte und sie dann stoppte. Orban ist von dieser Zeit her für die westliche herrschende Elite ein nicht mehr tragbarer Politiker geworden.
Die ungarische Regierung ist besonders mit den, als zivilgesellschaftlich erlogenen Organisationen von Soros in Konflikt geraten. Aber in der vergangenen Zeit ist auch die italienische Regierung gegen die Menschenschlepper auf dem Seeweg, und gegen die Migration stark aufgetreten, sie wollen nicht der Migrationslager von Europa sein.Um ein souveränes Europa entstehen zu lassen, haben in den letzten Tagen die Deutschen und Franzosen gegen die Länder, die an ihrer nationalen Unabhängigkeit beharren, bzw. gegen die als rechtsradikal verschrienen Parteien eine sehr aggressive Kampagne begonnen. Diese Kampagne ist nicht frei von lügnerischen Anschuldigungen, von Erpressung und Einschüchterung, ihr Stil erinnert mich stark an die sowjetische bolschewistische Herrschaft. Und leider haben die Vertreter des souveränen Europas, des europäischen Superstaates die größte Chance, die europäischen Parlamentswahlen zu gewinnen. In die europäischen Medien hat eine starke negative Wendung gebracht, dass die deutschen christlichen politischen Parteien und die österreichische rechtsgerichtete Volkspartei, die früher traditionell mit dem politischen Katholizismus verbunden war, jetzt in der Debatte wegen dem Sargentini Bericht an die Seite der Globalisten und den soros´schen linksliberalen politischen Kräften, bzw. zur politischen Richtlinie von Macron getreten sind. Das eigentliche Ziel dieses Berichtes ist meiner Meinung nach auch, dass durch das Abstempeln und die Bestrafung von Ungarn die Regierungen und Bewegungen, welche ein Europa der freien Nationen vertreten, eingeschüchtert werden sollen. Die Argumente der Globalisten sind ein Beweis dafür. Die Christen sprechen auf Grund der biblischen Prophetien schon lange darüber, dass am Ende des Zeitalters das Römische Reich als die Vereinten Staaten von Europa wiedererweckt wird. In den vergangenen anderthalb tausend Jahren wurde öfters versucht, das Weltreich herzustellen; die europäische Kulturträgt noch immer den Torso der Fehlgeburten dieser Anstrengungen.Als der eiserne Vorhang demoliert wurde, haben die ost-europäischen Länder nicht deshalb an die Union angeschlossen, damit sie nach dem Sowjetischen Reich die Untertanen oder die Provinzen eines anderen Reiches werden. Der Westen hat den Beitretenden Freiheit und Wohlstand versprochen. Als Gegenleistung hat er von den, aus der Besatzung der kommunistischen Sowjetunion befreiten Ländern verlangt, ihre Märkte vor ihm zu öffnen, was diese Länder naiv und oft verantwortungslos auch gemacht haben. Nach den „Flitterjahren“hat in den vergangenen Tagen das, aus der Zimmerecke herausgeholtes Stabeisen auf die gebrechlichen und noch viel wünschenswertes an sich tragenden, aber bereits sich gestaltenden und fragilen Demokratien niedergeschlagen. Immer mehr Menschen erkennen, dass statt der Verwirklichung der noblen Verheißungen versucht wird, diese Völker nach einem herumgetriebenen Schicksal wiederum in einneues Eisenjoch hineinzuzwingen.
Jene zynische und arrogante Moralpredigt, aggressive Zurechtweisung und herablassender Empfang, sowie mit dem Finger auf den Sündenbock zeigender Stil, was der ungarische Ministerpräsident in Straßburg bekommen hatte, ist ein Teil der abscheulichen, auf ein neues Reich hindeutenden Politik. Wegen seinem torkelnden Gang berühmt gewordener Führer der Union, der Herr Juncker hat mit seiner parlamentarischen Rede die Stimmung geschärft, indem er in Aussicht gestellt hatte, das Vetorecht der Mitgliedstaaten des Europäischen Rates aufzuheben, und stattdessenin der Zukunft mittels Mehrheitsbeschluss über die EU-Angelegenheiten zu entscheiden. Auch dieseAbsicht würde die deutsche und französische Macht in der Union stärken. Diese Länder haben ein fast grenzenloses Potential, durch die Wirtschaft, Finanzen und Politik können sie besonders die Ostblockstaaten der Union erpressen. Und diese sind wiederum wegen ihrer Leichtgläubigkeit der westlichen Elite ausgeliefert geworden, welche, wie mehrere Zeichen das bereits signalisieren, brutal das blinde Vertrauen dieser Länder missbrauchen. Allerdings ist es bereits sichtbar, dass für die Macht über Europa zwischen Deutschland und Frankreich ein Wetteifern stattfindet. Macron möchte die politische Macht mit deutschem Geld haben. Die Deutschen möchten die totale Führung über Europa übernehmen, und bei den aktuellen Kraftverhältnissen besteht die Chance, dass Europa unter die deutsche Dominanz kommt. Es schaut also so aus, dass wir, wenn kein Wunder passiert, ab Mai 2019 die Zeitgenossen der Geburt einer Weltmacht werden, die sich dann als eine souveräne Supermacht an die Vereinigten Staaten, China und Russland anschließen, später aber die führende Macht der Welt werden möchte, damit die Welt wieder unter die europäische Führung kommt. Das kann erst dann realisiert werden, wenn zunächst die Mitgliedstaaten von ihrer noch vorhandenen Souveränität beraubt werden und die Kompetenz der nationalen Regierungen und Parlamente auf eine Minimale gesunken wird.

 

Wer kann Europa retten?

Die Debatten des Sargentini-Berichts haben auch andere wichtige Botschaften gehabt. Die aktuelle Mehrheit des Europäischen Parlaments vertritt auch jetzt die politische Richtlinie von Obama und Clinton, und lehnt die Politik von Trump kategorisch ab. Man hat das Gefühl, dass zahlreiche europäische Politiker und Führungskräfte der Gesellschaft mit Trump so, wie mit einem illegitim gewählten Oberhaupt der USA umgehen. György Soros hat sich in der vergangenen Zeit mit den EU-Führern regelmäßig beraten. 2007 hat er das European Council on Foreign Relations (ECFR) gegründet. Er besitzt auch die Vermittlerrolle zwischen den amerikanischen und europäischen Schattenmächten inne. Auf der Gehaltsliste seiner Organisationen steht angeblich auch der Name von Judith Sargentini Soros und andere Vertreter der Hintergrundmächte unternehmen alles, um eine Gewichtszunahme der antiglobalistischen, migrationsfeindlichen, nationalen und christlichen Kräftein Europa zu verhindern. Jetzt haben sie in den europäischen rechtsgerichteten Parteien ihre Partner gefunden. György Soros hat sein Programm vor ein paar Monaten an der Konferenz der ECFR, am von ihm gegründeten multinationalen think-tank offen angekündigt. Dabei hat er darüber gesprochen, wie seiner Meinung nach „Europa zu erretten sei“. „Die raue Wahrheit kann die Mitgliedstaaten dazu erzwingen, dass sie um die Europäische Union zu bewahren, ihre nationalen Interessen beiseite legen. Das hat auch der Präsident Macron in seiner Rede in Aachen angetrieben und darin unterstütze ihn vorsichtig auch Merkel, die übrigens sorgsam auf die Opposition in ihrem Land aufpasst. Wenn Macron und Merkel gegen diese Hürden Erfolg haben, dann werden sie Jean Monnet und der kleine Truppe von Visionären umihn herum folgen (sie haben die Europäische Union erträumt – darüber hat Soros in seiner Rede bereits vorher gesprochen). Wie ich schon gesagt habe, an die Stelle dieser kleinen Truppe soll das große Heer der Europabefürworter, von den unten kommenden Initiativen gestellt werden. Ich persönlich, und mein Netzwerk der Stiftungen für eine offene Gesellschaft machen alles in unserer Macht stehendes, um der Verwirklichung dieser Ziele zu helfen.“ (György Soros: Wie sollen wir Europa retten? - Eröffnungsrede an der Konferenz der ECFR am 29. Mai 2018)Die Ereignisse der vergangenen Wochen zeigen, dass Soros und die Leute seines Netzwerkes von führenden Politikern bis hin zu den „Zivilen“ präzise und fleißig angefangen haben, diesen Ukas auszuführen.Für sie ist es lebenswichtig, dass die europäische Politik jene Richtlinie verfolgt, die mit dem Namen Obama firmiert ist; wenn es gelingt, die Kontinuität seines Namens in der Weltpolitik aufrecht zu halten, wird viel einfacher und erfolgreicher sein, diese Richtlinie nach der Ära Trump nach Washington zurückzubringen und den Nachlass des jetzigen amerikanischen Präsidenten aus der amerikanischen Politik und Gesellschaft verschwinden zu lassen. In den vergangenen Tagen konnten wir ihre, an die Mafia erinnernde aggressiven Methoden kennenlernen. Sie sollten, verhüllt dem Klang eines leeren Fasses ähnlich, über die Würde des Menschen, die allgemeinen Menschenrechte, die Familie der europäischen Nationen geschmeidig und süß wirken. Es ist offenkundig geworden, dass die liberale und die deutsche politische Elite die Notwendigkeit eines souveränen Europas ins Leben zu rufen auf ihre Fahne gesteckt haben.Bis Mai werden sie mit ihm ihre Campagne führen und uns überzeugen wollen. Natürlich können unvorhersehbare Ereignisse geschehen, die die Kraftverhältnisse umstellen könnten, wie wir das beider letzten amerikanischen Wahl sehen konnten. Egal, was passieren wird. Als gläubiger Mensch
weiß ich, dass das prophetische Wort nicht verloren geht und dieses Zeitalter so beendet wird, wie das von den Propheten Daniel und Johannes gesehen wurde. Das Europabild der Liberalen steht in seinem moralischen Inhalt wohlbekannt im Gegensatzzum Gesetz Gottes. So dürfen die Christen die Campagne der europäischen Parlamentswahlen nichtnur passiv ertragen, es ist eine Glaubensaufgabe, das Zustandekommen eines Machtsystems in der Union zu verhindern, das den Mitgliedstaaten die Homoehe, die pseudowissenschaftlichen Gender-Theorien, die Liberalisierung vom Abortus, die Legalisierung der Soft-Drogen, die verpflichtenden Migrationsquoten und alles, was mit den jüdisch-christlichen Offenbarungen im Widerspruch steht, auf-erzwingen will.Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat gegen all diesen den Fehdehandschuh aufgenommen und ist somit für die westliche Elite eine persona non grata und ihr Erzfeind geworden. Wenn Orbán seine Prinzipien aufgeben würde, könnte er, ähnlich dem jungen österreichischen Kanzler, auch ein politischer Superstar werden, aber hoffentlich wählt er auch in der Zukunft den schmalen Weg, der Ungarn in das kommende neue Zeitalter führt.

 

Übersetzung: Klara Benczedi MA

Hit Gemeinde Österreich – Vienna Faith Church